Allmutter Präsenz

   Kristina Marita Rumpel 

One Billion Rising - Weltweite Aktion für das Ende der Gewalt gegen Frauen 

„Die Aktion ist dringend notwendig, um die Not zu wenden“, so Kristina Rumpel. Jede dritte Frau weltweit und jede 4. Frau in Deutschland war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt. Die Peiniger kommen überwiegend aus dem persönlichen Umfeld. Die Öffentlichkeit als unsicherer Ort oder die Angst vor dem Fremden ist ein Mythos der verschleiert, dass Gefahr zu Hause lauert und zwar ohne Ansehen auf Herkunft oder Bildung. Für die betroffenen Frauen ist es hoch dramatisch, denn die Gewalt ist kein einmaliges Erlebnis, sondern dauert an, ist ein grausamer Teil ihres Lebens. Ein Tabubruch darüber zu sprechen. Und so ertragen viele still ihr leiden.

Das hat jetzt ein Ende. Frauen weltweit erheben sich. Jede dritte Frau, das sind 1 Milliarde Frauen, also One Billion. Genau so viele sind nun weltweit aufgerufen, sich solidarisch zu zeigen und Gewalt nicht als unabänderliche Tatsache hinzunehmen, sondern für die Freiheit und Unversehrtheit von Frauen zu demonstrieren. Rund um den Globus tanzen bei „One Billion Rising“ Frauen und Männer zum Hip-Hop-Song „Break the Chain“ - „Sprengt die Ketten“, für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Frauen erheben sich, gehen nach draußen und tanzen. Frauen sind keine Opfer, sondern gewillt das Leben zu feiern.

Die Aktion wurde 2012 von der Künstlerin Eve Ensler („Vagina-Monologe“) ins Leben gerufen, nach dem ein amerikanischer Politiker behauptet hatte, wenn Frauen nach einer Vergewaltigung schwanger geworden wären, sei dies ein Zeichen, dass sie es gewollt hätten. „One Billion Rising“ ist ein globaler Streik gegen den Irr-Sinn und die lebensverachtenden Auswüchse unserer zeit, ein Akt weltweiter Solidarität und Demonstration von Verbundenheit. Es soll ins öffentliche und individuelle Bewusstsein gerufen werden, womit sich Frauen tagtäglich auseinandersetzten müssen. In Deutschland ist etwa jede 7. Frau und jedes 7. Mädchen von sexueller Gewalt betroffen. In einer Schulklasse von 21 Kindern sind das durchschnittlich drei Kinder pro Klasse. Die häusliche Gewalt ist kein Problem von fremden Kulturen, sondern wohnt mitten unter uns.

Grund genug für Kristina Marita Rumpel sich zu engagieren. Sie lädt alle Frauen – jung und alt, mit oder ohne Mann und Kind, zum Flash Mob am 14. Februar um 13 Uhr auf die Alte Mainbrücke ein, um sich an der Aktion zu beteiligen. Unterstützt wird sie von Lisa Kuttner und ihren Tänzerinnen aus dem Tanzraum Würzburg. „Kommen, tanzen und zeigen, wie viele es weltweit und in Würzburg sind, die Nein sagen zu Gewalt gegen Frauen. Die Aktion ist mehr als ein Zeichen gegen Gewalt. Sie ist eine weltweite Bewusstseins-Revolution für eine Welt, in der sich die weibliche Kraft wieder entfalten und Leben gewaltfrei und lebensbejahend zeigen kann“, so die Initiatorin.

Schaut hier wer in Deutschland alles mitmacht: www.onebillionrising.de.