Allmutter Präsenz

   Kristina Marita Rumpel 

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Als Autorin und Impulsgeberin sehe ich mich in der Tradition der weisen Frauen. Die weibliche Kraft als Lebensqualität bewusst zu machen, ist mein Thema. Meine Beiträge sind so vielseitig wie das Leben.

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Forschung auf Irrwegen

Posted on 11 August, 2016 at 11:50 Comments comments (330)

Wohin führt die Forschung

Reaktion auf Artikel „Eins oder zwei“ in der SZ 23./24. Juli 2016

 

Gibt der Artikel nun Grund zur Freude oder Resignation? Freude, da der Beginn des Lebens endlich eingehend erkundet werden soll. Bisher wurde aus Ignoranz und Verblendung schlicht übergangen, dass Schwangerschaft und Geburt das ganze Leben nachhaltig prägen. So wissen wir bisher viel zu wenig über die tieferen Zusammenhänge und was wir zu wissen glauben, sind Ergebnisse männlicher Kopfgeburten eines zutiefst weiblichen Lebens-Thema. Feststeht: Der weibliche Blick auf das Leben im Ursprung fehlt und führt zu einer einseitigen, männlich dominierten Weltsicht mit all den Problemen einer fehlgeleiteten Männlichkeit im Schlepptau.


 

Doch wird die Forschung von Kingma daran etwas ändern? Ich befürchte nicht, denn wie ihre Forschungsfragen erahnen lassen, nimmt die Forscherin die Hürde des patriarchalen Zugangs der Wissenserschließung nicht. Die Frage inwieweit Mutter und Kind eins oder zwei sind, stellt sich aus ganzheitlicher und inwendig weiblicher Perspektive nicht. Die Betrachtung von Gegensätzen wie innen und außen ist einem männlich dominierten Weltbild geschuldet, das seit der Antike in uns zementiert ist. Die ständige Aufspaltung der Welt führt in die Irre und geht am Kern vorbei: die Gebärmutter ist der Raum, in dem sich die Trennung von innen und außen auflöst, damit das Wunder des Lebens stattfinden kann.


 

Das Leben ist kein Irrgarten, sondern ein Labyrinth, das in die Geheimnisse des Lebens einführt. Es fördert weibliches Weisheitswissen zu Tage, welches durch die Wertschätzung der Gebärmutter als Ursymbol des Lebens zugänglich wird. Die Botschaft: Es gibt kein Getrenntsein. Wir alle sind mit allem, was ist, verbunden. Diese Erfahrung des All-eins-Sein ist während der Schwangerschaft und Geburt für Frauen nicht nur eine spirituelle, sondern mit jeder Faser in ihrem Körper erlebbar erfahren. Die Möglichkeit dieser Lebens-Erfahrung ist der große Unterschied von Frau und Mann.


 

Bewusst erlebt, ist Geburt kein schmerzhafter Trennungsvorgang, sondern ein dreifacher Verbindungsprozess: Verbindung von Körper-Seele-Geist, Verbindung zum neuen Leben im Bauch und Anbindung an die alles durchdringende universelle Schöpfungskraft. So können Geburten im Flow, kraftvoll und sicher verlaufen. Ohne die dafür notwendige urweibliche Kraft gäbe es kein Leben auf der Erde. Diese bei der Beschäftigung mit dem Beginn des Lebens außen vor zu lassen, ist ein Grund zur Resignation und wird sehr wahrscheinlich zu verdrehten Erkenntnissen führen.


 

Verdrehte Erkenntnisse sind typisch für eine Welt, die auf dem Kopf steht, weil wir unsere Wurzeln nicht mehr kennen. 1,3 Millionen werden dafür zur Verfügung gestellt und noch dazu voon der EU nach England in ein Land gegeben, das nicht mehr Teil der EU sein will. Was noch unverständlichr ist: das Wunder des Lebens wird ohne die für natürliche Geburten wesentliche Dimension der weiblichen Schöpfungskraft erforscht. Ja kann denn immer noch nicht sein, was nicht sein darf? So bauen wir unser Selbstverständnis in Europa auch lieber auf dem Mythos der vergewaltigten Königstochter Europa auf als Europa als weitblickende dreifache Göttin einer matriarchalen Kultur zu erinnern, und vergeben uns die Chance wahre Schwestern- und Brüderschaft und echte Verbindung als Fundament des Friedens in Europa.


 

Der urweibliche Blick auf den Beginn des Lebens hat die Kraft, die Welt zu verändern. Dazu braucht es Mut, die Schleier der Erkenntnis lüften und nicht nur Forschungsergebnisse präsentieren zu wollen. Bedauernswert, denn das Thema ist für die Zukunft der Menschheit zentral – auch mit Blick auf den Terror und die Gewalt in der Welt. Peace on earth begins with birth!

Angst vor der weiblichen Kraft

Posted on 11 August, 2016 at 11:45 Comments comments (2200)

Aus Angst vor der weiblichen Kraft

 

Der Fall Anna Rockel-Loenhoff führt vor Augen: In Deutschland wird mit zweierlei Maß gemessen, was die Hausgeburten oder Klinkgeburten angeht. Wäre das Kind im Krankenhaus nach der Entbindung verstorben, weil es - wie Anzeichen vermuten lassen, nicht lebensfähig war, wäre zu Ende ermittelt worden und die Klage gegen die Ärzte wahrscheinlich gar nicht erst erhoben worden. Nun aber liegt der Verdacht nahe, dass es hier gar nicht um den Fall, sondern um die Statuierung eines Exempels geht: die Deutungshoheit und die Macht über Leben und Tod liegt alleine in den Händen der Ärzte. Erdreistet sich eine Hebammen, sich zu ermächtigen und im Einverständnis mit den Eltern anders zu handeln, droht Gefängnis und Berufsverbot.


Das ist ein Skandal zumal vor dem Hintergrund, dass der Kontext von Geburt und Tod seit Urzeiten weiblich war und ist. Die weltweiten Krisen sind allesamt entstanden, weil wir die grundlegenden Lebenszusammenhänge verdrängt haben und allein die männliche Weltsicht das Zusammenleben dominiert. Der Fall zeigt, dass wir im 21. Jahrhundert gut beraten sind, uns mit der Frage zu beschäftigen, wie viel Raum wir dem Weiblichen, dem Natürlichen, dem Unkontrollierbaren zugestehen wollen, um nicht in die Irre zu laufen und aus Angst vor den großen Fragen des Lebens am Wesentlichen vorbei am Ende vor dem Nichts zu stehen.

 

Was sich in der Geburtsmedizin derzeit abspielt ist ein Angriff auf die letzten Reste des weiblichen Weisheitswissens und damit ein alternativer, bewussterer Zugang zum Leben. Das Unerträgliche am Fall Rockel-Loenhoff sind neben der persönlichen Dramatik nicht die bekannten Vorurteile der Geburtsmedizin, die ja ihre Existenz durch die Überbetonung der Gefahren einer Geburt ziehen müssen, oder die Mainstream-Meinung der Bevölkerung durch die fehlende Aufklärungen. Nein, das Bestürzende ist, dass Vorurteile in den Köpfen von Würdenträgern vorherrschen und auf dieser Basis Recht gesprochen wird.


Der Tod wurde nicht billigend in Kauf genommen, sondern ist Teil des Lebens. Damit muss eine verantwortliche Geburtshelferin immer rechnen. Das ist belastend genug. Womit nicht zu rechnen war und was die Berufsausübung einer außerklinischen Hebamme in Zukunft nahezu unmöglich macht: dass im Rechtsstaat die Todesursache im Fall einer Anklage wegen Totschlags unwesentlich sei. Wir leben nicht mehr im Mittelalter, wohl aber im Zeitalter der Ausblendung von Tatsachen zur Schönung der Welt um die eigene Sterblichkeit und Machtlosigkeit verdrängen zu können. Oder warum wird nicht gehandelt und einfach ignoriert, dass immer mehr Frauen nach Kaiserschnitten im Krankenhaus aufgrund einer Infektion mit Krankenhauskeimen versterben?

 

Meine Meinung: Aus Angst vor der weiblichen Kraft und Weltsicht muss Anna Rockel-Loenhoff im 21. Jahrhundert ins Gefängnis. Die Angst vor dem Weiblichen sitzt tief und daher darf es auch keinen Zweifel geben.

Barmherzigkeit

Posted on 3 January, 2016 at 9:40 Comments comments (0)

Jahr der Barmherzigkeit

2016 ist das Jahr der Barmherzigkeit. Ein Wort, das in Vergessenheit geraten ist und doch immer noch so viel Kraft ausstrahlt. Losgelöst von der Frage, ob die Katholische Kirche sich inzwischen selbst im Irrgarten aus Dogmen und Glaubenssätzen verrannt hat, ob sie die Zusammenhänge weiterhin bewusst missachten will oder ob Papst Franziskus sogar eine Revolution der Kirche vorbereitet, das Wort Barmherzigkeit ist gut gewählt und noch immer kraftvoll, weil es mit dem Urgrund in direktem Zusammenhang steht.


Mutterschoß

Wie viele andere Worte auch, hat das Wort Barmherzigkeit seine Wahrhaftigkeit durch einen Übersetzungsfehler verloren als die Bibel ins Griechische übersetzt wurde. Auf das ursprüngliche Fundament gestellt, erhält das Wort jene Kraft zurück, die die Wende hin zu einer menschlicheren Welt schaffen könnte, die sich so viele Menschen weltweit ersehnen. Barmherzigkeit ist hier ein Schlüsselwort. Im Hebräiischen wurde es einst mit Mutterschößigkeit, also der Gebärmutter und Vulva einer Frau gleichgesetzt. Wenn der Name Gottes Barmherzigkeit ist wie Papst Franziskus sagt, dann hat Gott einen Mutterschoß. Barmherzigkeit ist jedenfalls untrennbar mit dem weiblichen Schoß und den urweiblichen Qualitäten einer Frau und Mutter verbunden. Der Mutterschoß ist das Alpha und Omega des Lebens.


Tor zum Himmel geschlossen

Die Vulva wurde noch im Mittelalter an Kirchen angebracht und als heilig verehrt. Bildlich gesprochen: Mit den zugenähten Schamlippen, der Verstümmelung des weiblichen Genitals wurde auch das Tor zum Himmel auf Erden verschlossen. Der grausame Ritus überzeichnet, was auch anderswo in der Welt stattfindet: die Unterdrückung der weiblichen Sexualität und Misshandlung des weiblichen Körpers. Durch die Unterbindung der weiblichen Sexualität ist der Fluss der Liebe zum Leben unterbrochen, eine Anbindung an die göttliche Erfahrung nur noch durch die Verneinung des Lebens möglich. Dieser Irrweg drängt sich unübersehbar durch die Selbstmordattentäter in unser Bewusstsein, die danach trachten, in lebensverachtender Weise dem Göttlichen näherzukommen.


Verkehrte Welt

Wo wir hinschauen, überall verkehrte Welt, auf den Kopf gestellte Realitäten und verstellte Zusammenhänge. Ein Leben in beständigen kognitiven Dissonanzen, denn die Sehnsucht nach Frieden, Liebe, Freiheit, Miteinander ist trotz aller Ausbeutung, Menschenverachtung und Kriegen geblieben. Anzunehmen, dass die Erde wieder ein lebensförderlicher Ort in dem Maße wird, indem Frauen sich in ihrem Körper zu Hause fühlen und ihre Weiblichkeit positiv leben.


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